Grünschnäbel aus Lichtfilz



Die Grünschnäbel als Gattung gehören zu den Enten, 

ihre Kennzeichen sind:

  • bunte Flügel
  • grüner Schnabel
  • Regenbogenstirn
  • rote Schnallenschuhe
  • eine gewisse Vorwitzigkeit

 

Von ihnen sind schon viele entstanden und in die Welt gezogen. Nachfolgend erzähle ich die Geschichte von "Sonnenschein". Durch diesen Grünschnabel haben Edith und ich uns 2005 kennengelernt. Zwei jahre lang lebten wir in der Drachenmühle zusammen, es war eine wunderbare Zeit. Wis sind dafür sehr dankbar.

 

Edith lebte damals in der Umgebung von Düsseldorf und hatte irgendwo von meinen Lichtfilzlingen gehört. Sie rief an um sich auch so einen tollen energetischen Lebensbegleiter zu bestellen und wir fanden heraus, dass ein Grünschnabel zu ihr kommen wollte.

 


Hier mit einem kleinen Drachenmädchen namens "Julchen"
Hier mit einem kleinen Drachenmädchen namens "Julchen"

Wie unsere Telefonbeziehung begann


 

Hatten meine Lichtfilzlinge wirklich Gedanken und Gefühle wie ein Mensch? Oder war das eine Sinnestäuschung? Diese Frage tauchte bei fast allen Liebhabern meiner Lichtfilzlinge auf, die mir regelmäßig und sehr erstaunt von ihren paranormalen Gesprächen berichteten. Eine Kundin kämpfte besonders mit diesem Phänomen und rief mich öfter an, um ihre Beziehungsprobleme zwischen sich und ihrer Ente mit mir zu besprechen. So absurd das klingt, aber die Beziehung mit ihrer Ente war immer wieder gefährdet.

 

So also lernte ich Edith kennen, denn sie war diese Kundin. Sie hatte eine Ente bestellt, um sich nicht mehr so allein zu fühlen. Mir war of tberichtet worden, dass meine Lichtfilzlinge mit den Menschen redeten und auch so ihre Stimmungen und Befindlichkeiten entwickeln konnten.

Ich hatte Edith ausdrücklich ermuntert, sich bei Problemen an mich zu wenden. Was sie dann wiederholt tat, und ich musste so manches Mal zwischen Edith und den vermeintlich oder echt real wahrgenommenen Reaktionen der kleinen süßen Ente mit dem grünen Schnabel vermitteln. Das lief dann in etwa so ab:

 

Anruf Edith:

"Darf ich dich mal stören?"

"Was gibt's?"

"Meine Ente ist böse auf mich, die redet nicht mehr mit mir!"

Ich: "Woran erkennst du das?"

Edith: "Sie sieht so aus."

Ich: "Kannst du mir sagen, was dein Gefühl im Vorfeld war, hätte sie denn einen Grund?"

Edith: "Ich habe sie einen ganzen Tag vergessen und nicht angeschaut, und jetzt ist sie, glaube ich, beleidigt."

Ich: "Könnte es nicht auch sein, dass du das in ihr siehst, weil du ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen hast?"

Edith: "Das könnte auch sein."

Ich: "Die Ente wollte zu dir kommen und natürlich freut sie sich über deine Beachtung, aber was jetzt möglicherweise zwischen euch beiden passiert, ist, dass sie dir zeigt, wie schnell du urteilst, was beim anderen los ist, obwohl in dir möglicherweise zuerst nur das Gefühl von schlechtem Gewissen war. Und das projizierst du gerade nur wie ein Dia auf die Ente. Sie ist dann nur deine Leinwand."

 

Ich wollte Edith auf die Fährte locken, dass diese Ente keine eigenen Gefühle hätte, sondern die Ente so aussah, wie Edith es aus eigenen Schuldgefühlen heraus erwartete. Und ich weiter:

 

"Ich habe schon oft erlebt, dass es eigentlich meine eigene innere Verfassung war, die ich beim anderen als äußere Realität wahrnahm. Magst du ein Experiment mit mir machen?"

Edith bejahte.

Ich: "Du bist eine wunderbare Frau und es wert, von der Ente geliebt zu werden, auch wenn du sie mal vergisst, oder?"

Edith: "Na ja, genau das fällt mir schwer zu glauben."

Ich: "Versuch's doch mal, fühle dich so... Und nun verbinde dich innerlich mit der Ente, von Herz zu Herz. Spüre dies einen langen Moment, ja?"

"Ja" kam vom anderen Ende.

"So und nun hole die Ente von der Fensterbank und schau sie dir an!"

 

Stille bei Edith...

Dann: "Das gibt's doch nicht, jetzt grinst sie. Die lacht mich aus, die hat mich veräppelt! Ach ist das eine Süße!"

Ich: "O.K. Aber meinst du nicht, dass es dir gerade schon wieder passiert? Jetzt siehst du deine Erleichterung in ihr."

 

Edith schwärmte weiter von ihrem Sonnenschein und überhörte den letzten Teil von meiner Bemerkung und das war auch gut so, denn mit mir war mal wieder der Lehrer durchgegangen, und ich hatte doch niemanden mehr belehren wollen!

 

Und eigentlich griff diese Projektionstheorie auch nicht so wirklich richtig, nur eben fast. Denn da blieb so ein lebendiger Überraschungsanteil unerklärt, der sich dieser Theorie einfach widersetzte. Solche und ähnliche Telefonate führten wir jedenfalls noch öfter, und ich nicht nur mit Edith. Mir war es lieber, dass die Menschen damit zu mir kamen, als dass sie sich in irgendwelche Geschichten hinein steigerten.

 

Was Edith da tat, zeigte anschaulich, wie Projektionen in der Theorie funktionierten. Ihre Gedanken und Stimmungen wurden in der Puppe sichtbar, so als sei diese ein Spiegel, genauso, wie mein inneres Chaos mir oft erst dadurch zu Bewusstsein kam, dass ich mich über die äußere Unordnung in meiner Wohnung ärgerte – denn die spiegelte immer meine innere Verfassung wieder. Immer!

 

Natürlich konnte die Ente weder beleidigt schauen noch grinsen! Sie bestand doch aus unbeweglichem Filz. Aber so wie ich den Impuls bekam, ihr zum Beispiel Schnallenschuhe zu machen, hörte Edith innerlich, "hej, ich bin sauer". Und genauso sprachen die Lichtfilzlinge auch mit vielen anderen, das wusste ich ja schon lange, da kam ja auch die Faszination der Menschen für meine Lichtfilzlinge her. Dass die ganz  originelle Ideen entwickelten und Wünsche äußerten. 

 

Es gab unter meinen Kunden auch ganz unterschiediche Interpretationen dieses Phänomens, dass Edith wahrnahm, die Puppe sei sauer mit ihr! Die Ente hatte z. B. einfach Ediths Selbstzweifel und Unsicherheit im Umgang mit anderen containert (psychologische Fachsprache), oder gehalten und gespiegelt (spirituelle Fachsprache) oder Edith hatte einfach wie ein Kind mit ihrer Ente gespielt (Umgangssprache). Jede Fachsprache stand nämlich auch für eine andere Erklärungstheorie des beobachteten Phänomens.

 

Heute, 2016, bin ich davon überzeugt, dass ich einfach nur Energie und Bewusstsein verdichte, indem ich auf meine Art "lichtfilze". Der kleine Filzkörper erhält mehr Licht, Energie, Raum und Bewusstsein, als er durch das einfache Filzen erhalten würde. Das stärkt den Ausdruck.

 

Alles hier ist Bewusstsein. Je mehr Bewusstsein kummuliert wird, umso lebendiger werden die Dinge. Und alles bereits Lebendige wird beschwingter, fröhlicher und in der Stimmung angehoben. Auch das sind Eigenschaften, die man meinen Lichtfilzlingen immer nachgesagt hat.

 

Mittlerweile rede ich mit allen Schöpfungsebenen, vor allem aber: Ich höre ihnen zu.  Und frage mich, welcher Beitrag ich heute sein kann zu meinem Körper, unserem Hund, unserer Gemeinschaft, unserem Garten oder der Erde. Jedes Bewusstsein steht mit jedem anderen in Verbindung und möchte zu einem harmonischen Miteinander beitragen.

 


Bilderbogen Grünschnäbel



Grünschnäbel sind Ladenhüter

Die ersten drei Grünschnäbel entstanden zusammen und sie fanden auch ein gemeinsames Schicksal. Mit ihnen wollte ich eine Vermarktung weiter ausloten. Ich dachte, es sei an der Zeit, in einem spirituellen Buch- und Geschenkeladen vorzusprechen um so den nächsten Schritt Richtung Verkauf zu tun.

Mit Angela, der Inhaberin, hatte ich mich schon öfter ausgetauscht, wir lagen auf einer spirituellen Wellenlänge. Ich fuhr hin und nahm gleich alle drei Grünschnäbel mit, den Sugar und die zwei mit den roten Schnallenschuhen. Ich hoffte, ich könne Angela davon überzeugen, einen meiner Lieblinge in Kommission zu nehmen und mir von ihren Erfahrungen damit später zu berichten. Nach der gewohnt herzlichen Begrüßung nahm ich die drei Grünschnäbel zur Auswahl aus der Tasche und bat Angela, mir einen davon abzunehmen. Angela hörte nicht einmal richtig zu und sagte dann, für mich völlig unerwartet und aufgeregt: "Was willst du haben? Eine für 70, sind zusammen 210, da hast du's!" Sie griff dabei in die Geldschublade der Kasse und hielt mir daie Scheine entgegen. Ich war absolut verblüfft, damit hatte ich nicht gerechnet. Und Angela wollte sie auch nicht verkaufen, nein, sie wollte sie für sich selbst behalten! Später hatte ich nämlich mal nachgefragt, weil ich die Grünschnäbel nirgends in ihrem Laden entdecken konnte, da lachte Angela ganz schelmisch und sagte: "Die habe ich im Regal ganz oben und hinten versteckt, ich wollte doch nicht, dass die einer kaufen möchte! Das sind doch meine Glücksbringer!" So konnte ich über den Verkauf im Laden dann leider doch nichts herausfinden.

Jahre später, als sich so einige Grünschnäbelbei mir angesammelt hatten, bot ich Freunden von mir in Idar-Oberstein an, meine Enten quasi als Osterdekoration zu verwenden und sie gleichzeitig zum Verkauf anzubieten. Mein nächster Versuch also Richtung Verkauf. Doch sie kamen nach Wochen allesamt wieder zu mir zurück. Selbst die Verkäuferin hatte sich darüber verwundert geäußert: "Das ist wirklich komisch: Die Enten mit dem grünen Schnabel wurden von fast allen Besuchern bewundert, aber nicht einer fragte mich nach dem Preis!" Du denkst jetzt sicher, sie haben die Enten für unverkäufliche Deko gehalten. Nun, das könnte auch sein. Doch als ich bei der Rückkehr endlich mal auf die Idee kam, sie selbst zu fragen, antworteten sie mir treuherzig: "Aber wir sind doch Ladenhüter! Das weißt du doch!"

Und nun erinnerte ich mich wieder an Angela. Hatte sie doch mit mir zusammen die ersten Grünschnäbel energetisch programmiert, ladenhüter zu sein im wahrsten Sinne des Wortes:

Grünschnäbel wollen einen Laden hüten!

Wann immer ich also einen von ihnen verkaufen sollte, dann an einen Geschäftsinhaber, um gute Laune in seinem Geschäft zu verbreiten und die Stimmung der Besucher anzuheben, dann sitzt nämlich auch das Geld locherer in der Tasche. Denn Grünschnäbel sind Glücksbringer.

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